IGOC Paddeltour auf Lorze und Reuss

Wèné hatte die Idee, dass wir am Freitag auf die Lorze könnten. Gesagt getan. Über die IGOC Mailingliste haben sich noch Thomas und Werner angemeldet.

Es war ein wunderschöner Tag. Die Lorze ist ein super schöner Fluss, viele Fische und Vögel sowie wilde Natur. Wir mussten nur einmal wegen umgestürzter Bäume (kein Biber!) umtragen.

Pegel war 11 – 12 m³ was sehr angenehm war.

Reussplausch Ersatz April 2017

Thomas konnte den Reussplausch nicht durchführen. Zum Glück ist Barbara eingesprungen und hat über die IGOC Teilnehmerliste angefragt, ob wer mitkommt.

Gemeldet haben sich Werner und ich. Die GOC-Leute sind nicht gekommen. Es hat sich total gelohnt wie die ganzen strahlenden Gesichter zeigen:

Wir haben uns um 11 Uhr beim Honegger-Wehr in Bremgarten getroffen. Ich bin von noch etwas weiter oben gekommen, damit ich weniger weit von der S-Bahn Station aus latschen musste. Unterwegs habe ich bereits 2 Eisvögel uns zahlreiche Biber-Frassspuren gesehen.

Barbara, Philipp und Werner waren schob fast bereit. Nach einer kurzen Besichtigung der Welle ging es los. Abfluss: 116 m³

Bei diesem Wasserstand hat es schon etliche Steine, die zum Spielen einladen. Bei einem höheren Abfluss verschwinden diese. Bei geringerem Wasserstand gibt es noch mehr zum Spielen!Eine Welle hat mich erwischt. Da muss ich noch mal etwas üben…

Sonst war alles prima. Pausenplatz, Wetter, Wasser, Kollegen, … Was will man mehr?

Ein paar Steine haben sich heimtückisch angeschlichen.

IG Open Canoe Safety-Day II im Juli 2016

Die IG Open Canoe hat den II. Safety-Day dieses Jahr durchgeführt, welcher wieder von Peter geleitet wurde.

P1030113_800x600Ein guter Anlass, das erlernte und erfahrene zu vertiefen und Verbesserungen seit dem letzten Mal zu verifizieren (Weste, Bootsgriffe, Seile, Karabiner, etc.).

Bei strahlendem Wetter trafen wir (Peter, Christoph, Paul, Thomas, Sandro, Stefan, Silvia, Gilbert, Marcel (Gast), Sir Lumber-Tumber und ich) uns wie beim ersten Mal beim Honegger-Wehr. Entsprechend gut wahr die Laune bei den Teilnehmern. Die Reuss führte recht viel Wasser (ca. 300 m3/s) und die gesamte Surf-Schweiz schien versammelt.

Diese mal war die Luft-Boot-Fraktion mit 4 Booten nicht in der Unterzahl. Wegen des vielen Wassers wurden die Übungen aber in den etwas ruhigeren Teil oberhalb des Bremgartner Kraftwerks verlegt.
P1030108_800x600Unter anderem bestanden die Übungen im Wurfsack-Werfen auf einen dahintreibenden Schwimmer und dessen Anlandung, im Befreien von Sir Lumber-Tumber aus einem Log-Jam. Einstieg ins Boot im freien Wasser nach einer Kenterung und anlanden und bergen einer gekenterten Mannschaft.
P1030110_800x600Auf welchen Fang warten die wohl?

P1030127_800x600Sir Lumber-Thumber scheint etwas erschöpft von den vielen Übungen.
P1030120_800x600Einsteigen ins Boot im Wasser mit Unterstützung eines weiteren Boots.

  • P1030133_800x600Sir Lumber-Tumber wird im Log-Jam positioniert.Da einige Teilnehmer (es waren 3 Trockis mit dabei) unter der schrecklichen Hitze litten und förmlich darum flehten ins Wasser geworfen zu werden, wurde auch diesem Verlangen statt gegeben. Alle nicht flehentlich darum bittenden wurden hingegen ihrem Schicksal überlassen und verschont. 🙂

    Hier noch meine Theorie-Aufzeichnungen:

  • Unfallkette unterbrechen oder gar nicht erst anfangen lassen.
  • 3 Thesen zur Rettung: findet im Kopf statt, ist Teamwork, braucht kraft.
  • Rescue-3 (Wasserrettung), 4 Hauptthemen: Taktik, Technik, Training (üben, üben, üben, …), Rettung selbst.

Tourenplanung

Vorbereitung

Teilnehmer (Können, Gesundheit, Material), Fluss (Google, Führer, Foren, Luftbilder), wenn keine Infos, dann ist Fluss nicht gut!?! Wehre, Verblockung, Zwangspassagen, wie abbrechen? Plan B,

Tour

Besprechung, Aufteilen (Lead, Schluss/Safety Boater), Boote zählen (und Leute)! Sichtkette nie brechen!

Kommunikation auf Wasser

stophierherin_diese_richtung

Kommunikation im Wasser

schwimmer_okschwimmer_hilfeschwimmer_nokKein Zeichen ist nicht OK!

Immer einfache Lösungen anstreben (Handy telefonieren, REGA App)

Notfall, Tour-Abbruch wo? Nach Rettung rund 30′ Pause zu erholen für Retter und Gerettete.
Zonen: heiss (im Wasser, in Felswand), warm (am Wasser, es kann was passieren) Hier Ausrüstung immer auf Mann! kalt (ist sicher).
Scouten: Wie sieht Auslauf aus? Hindernisse? Bad Stones?

good_stonebad_stoneUmtragungsmöglichkeiten
Wildwasser: Ich fahre: yes/no (maybe)
KISS – Keep it Safe and Simple
Lagebeurteilung:

  • Rettung: akute Gefährdung für Verunfallten (Ertrinken) -> schnell Gefahr senken
  • Bergung: keine akute Gefahr (mehr)
  • Führung (der Geeignetste)
  • Heli, Kanu weg und anbinden

Kenterung

Füsse hoch und auf Rücken
Sitzbänke in Booten sind oft zu tief montiert (einfacher für Anfänger, aber Sicherheitsrisiko)
Hinter Boot begeben oder Boot gehen lassen
Keine feste Verbindung zum Boot!
Boot zu Boot einsteigen

Wassertemperatur beeinflusst Dauer, in welcher Gekenterte aktiv ist: 4° ca. 4′, 20° ca. 20′

Material: Bandschlinge breit, ca 3.5 Meter, Schraubkarabiner, Seile sollten schwimmen

IG Open Canoe Safety-Day April 2016

Heute hatten wir Safety-Day der IG Open Canoe auf der Reuss. Die strömenden Regenschauer konnten der guten Stimmung und der Motivation der Teilnehmer nichts anhaben.

Jetzt gehts, los...
Jetzt geht’s, los…

Hier die Zusammenfassung meiner Notizen:

Rescue-Ausbildung der Kanuschule Versam entspricht einer UK Rescue 3 Ausbildung (1 = Land, 2 = Luft, 3 = Wasser)

Sicherheit im Kanusport
3 Thesen:

  • Sicherheit findet im Kopf statt
  • Sicherheit braucht Muskeln
  • Sicherheit ist Teamwork

Was gibt Sicherheit:

  • Taktik
  • Technik
  • Rettung (Rescue)

Planung

  • Pegel, Spitzen
  • Woher kommt der Fluss? Stausee, Tiefenwasser, Oberflächenwasser, Temperatur
  • Wetter
  • Gefälle
  • Natürlich, künstlich (Kanal), hütet Euch vor Kunstbauten!
  • Karten, Google Earth Stecknadeln
  • YouTube
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Einheimische
  • Land, Gegend, Rettungskette?
  • Essen
  • Wo abbrechen
  • Wo Hilfe (Strasse), Rettungskette?, REGA App
  • Tour-Abbruch
Peter beim Dozieren
Peter beim Erläutern

Teilnehmer / Leute

  • Mental?
  • Übung
  • Ausrüstung
  • Boot
  • Einschätzung (selbst, fremd)
  • Begleittechnik (GPS, Smartphone, Karte)
  • Plan B (verkürzen, verlängern, alternative), zu früh fertig: Plan B light
  • Zeitfaktor
  • Zeichen
  • Pfeife
    – 1 Pfiff Achtung
    – mehrere Pfiffe: Gefahr/Notfall
    – Wenn Pfeife weh in den Ohren tut, ist sie gut
  • Gruppe: eng zusammen
    – Vorfahrer
    – Safety-Boater
    – Schlussmann
Rüge vom Chef, weil wir Wisi verloren haben
Rüge vom Chef, weil wir Wisi verloren haben
  • Alarm REGA App
  • Notfallnummer
  • Ideal 4er – 6er Gruppe für Wildwasser
  • Jeden Stress vermeiden
    – Gesundheit der Leute
    – Getränke
  • Briefing vor Start
    – Aufgabenverteilung
    – Kommunikation, Zeichen, Pfiff
    – Akku laden
    – Boote zählen
Letzte Instruktionen vor dem Einsatz
Letzte Instruktionen vor dem Einsatz
Es wird rege geübt und inspiziert
Es wird rege geübt und inspiziert

Auf Tour

  • Lage beurteilen, sind alle da?
  • Scouten
    – heiss (im Wasser, schwierig) – Ausrüstung ON
    – warm (im Wasser, Wasser ruhig, am Ufer) – Ausrüstung ON
    – kalt: Safe – Ausrüstung OFF
  • Wo/wie hört gefährliche Zone auf (wo sammelt sich Mensch und Material)
    – Auslauf
    – Passage
    – Pilz
    – Schraubenzieher
    – Good/bad Stone: Prallpolster, sonst gefährlich!
    – Sicherung machen
    – Wie umtragen

 

Rescue

  • KISS Keep it Safe an Simple
  • Rettung (akute Gefahr)
  • Bergung (keine akute Gefahr (mehr))
    – Führung
    – Retter auch betreuen!
  • Debriefing

Kenterung

  • Paddel halten
  • Füsse raus aus Boot
  • Auf Rücken
  • Beine nach vorne, weg mit Füssen vom Grund
  • Hinters Boot (Fels!)
  • Unterkühlung – Bergetod

Vielen Dank, Peter für den gelungenen Tag.

Abfluss Reuss 160 – 170 m3/s