Kanu-Tuning

CorroFilm – Korrosionsschutz-Spray

Speziell zum Schutz von Faltbootgerüsten aus Aluminium, insbesondere bei Salzwassereinsatz.

Ergibt eine transparente, harte, wachsartige, dünne Schutzschicht.

Out-Trade GmbH, Nicolaus-Otto-Strasse 34, D – 89079 Ulm, www.corrofilm.com

Erfahrungen: Gestänge war anschliessend leicht klebrig. Gibt weniger vom Alu verschmutzte Finger. Gestänge liess sich anschliessend immer noch anstandslos montieren und demontieren. Ob es was gegen Salzwasser geholfen hat, kann ich nicht beurteilen. Paddel hätte ich besser nicht eingesprüht. Diese liessen sich anschliessend fast nicht mehr zerlegen (verklebt und nicht kaltverschweisst) und mussten mit Aceton gereinigt werden.


PVC Schlauch für Süllrand

Christoph hat mir verdankenswerter Weise 10 m PVC Schlauch für den Süllrand besorgt, weil dieser teilweise schon fast durchgescheuert ist!

TUBCLAIR AL (EU) No 10/2011 von Tricoflex

Erfahrungen: Eigentlich recht gut beim Fahren des Bootes. Schlauch kann im Bug und Heck unter Klett festgeklemmt werden. Bei normaler Belastung keine Probleme. Bei Rettungsübungen oder Transport kann Schlauch verrutschen. Wie oft der Schlauch erneuert werden muss bleib noch abzuklären.


PVC – Kleber für Ally

Gute Erfahrungen habe ich mit dem PVC-Kleber Syntic Total von Renia (online bei Westfalia) gemacht. Habe sowohl die Kielverstärkung als auch die Laschen für die Spritzdecke und 4 D-Ringe damit angeklebt. Hat bis jetzt ziemlich gut gehalten. Kielverstärkung muss ich wohl diesen Winter etwas nachkleben.

Vorgehen: Mit Schleifpapier beide Seiten aufrauen. Mit Aceton (vom Baumarkt) gut reinigen. Leim auftragen. 5 min antrocknen lassen. Werkteile zusammenbringen und mit Roller zusammenpressen, dabei mit Haarföhn wärmen. 24 h ruhen lassen, ggf. in dieser Zeit noch mit Klammern anpressen.


Paddelgriff

Bei meinem Gumotex Kanupaddel ist die Griffumhüllung (Wärmeisolation und Grip) durch das intensive brauchen zuerst länger geworden (ich musste laufen unten und oben Stücke abschneiden), dann hat sie sich angefangen zu verdrehen bis sie sich begonnen hat zu lösen und endlich gerissen ist. Also habe ich sie gänzlich abgeschnitten und durch eine neue Griffumhüllung ersetzt. Man hat mir geraten im Starkstrom-Elektrofachgeschäft einen Schrumpfschlauch zu besorgen. Ich bin dann auch fündig geworden und man hat mir den MDT-A 50/18 TE-1000-4658-6 vom 3M empfohlen (Preis ca. CHF 30.-/m). Mit dem Heissluftföhn habe ich ihn dann entsprechend von innen nach aussen angeschrumpft. Der Schlauch ist so dick/zäh, dass ich das Paddel anschliessend nicht mehr auseinander nehmen konnte, also musst ich die Löcher für die Schnapp-Verriegelung noch durchbohren. Im Nachhinein hätte ich wohl besser ein neues Paddel (EUR 43.90) von Gumotex gekauft.


Eckla Foldy Bootswagen

Ich habe einen Eckla Foldy Bootswagen und bin eigentlich recht zufrieden damit. Die Luftschlauch-Räder habe ich durch Vollgummi-Räder aus dem Baumarkt ersetzt. Die Achse hat sich verbogen und ist durch eine Vollaluminium-Achse ersetzt worden (danke Christoph!).

Die eine oder andere Schraube ist schon verloren gegangen und musste ersetzt werden.

Beim letzten Ausflug ist die Schraube für den Ständer wieder einmal verloren gegangen und musste ersetzt werden. Ich habe mir M6 Schrauben mit einer Länge von 30 mm (25 mm wäre wohl besser) besorgt und sie mit einer Sicherungsmutter versehen. M6 scheint wohl bei Eckla das richtige Schraubenmass zu sein… Und: Es war die andere Schraube (Original), die diesmal verlustig ging. Also nicht mein Ersatz!


Ally Gestänge

Beim Ally Gestänge gibt es 8 Schrauben (je 4 im Bug und Heck) wo die ganz Last und Verspannung der Spanten und des Süllrandes drauf lastet. Im Reparaturset ist kein Ersatz dafür vorgesehen, diese Schrauben im Notfall ersetzten zu können. Bei der letzten Tour hat sich die eine Mutter davon gelöst und ist auf den Boden gefallen. Zum Glück habe ich es gesehen und konnte sie sofort wieder festschrauben.

Das hat aber dazu geführt, dass ich mir Gedanken dazu gemacht habe. Ich bin in den Baumarkt und habe mir ein paar Ersatzteile gekauft.

Schrauben: M5 20 mm (Süllrand), M5 25 mm (3 Spanten) und M5 30 mm (zur Sicherheit) sowie dazu passende Unterlagsscheiben und Sicherheitsmuttern:

Sie Abstandshalter-Röhrchen für die 3 Spanten muss ich mir wohl später noch irgendwie mal basteln… Ich denke aber, dass die nicht so Sicherheitskritisch sind wir die Schrauben.


PVC-Kleber für Triton Ladoga Advanced

Mein PVC-Kleber für den Triton Ladoga Advanced klappert beim Schütteln. Wahrscheinlich ist er eingetrocknet. Ich versuche es jetzt erst mal mit dem Kleber vom Ally, dem Syntic Total von Renia.

Weisung für die Ratlosen

Früher fasste man ein Ziel ins Auge und lief los. Das ist völlig unprofessionell. Heute ist Planung angesagt, nichts wird dem Zufall überlassen. Nur das Ziel gerät manchmal ausser Sichtweite.


Bill Tillmann (1898-1977) und Eric Shipton (1907-1977) planten ihre Expeditionen «on the back side of an envelope». Die beiden britischen Abenteurer und Bergsteiger erachteten darüber hinausgehende Planung und Vorbereitung ihrer bis halbjährigen Forschungsreisen durch unbekannte Gebiete des Himalaja und Zentralasiens als unnötig. Auch ihre Ausrüstung war spartanisch: Zwei Hemden mussten es für eine sechsmonatige Reise tun, bei Tenuewechsel wurde das jeweils sauberere Hemd angezogen. Als Tilman von einem jungen Mann gefragt wurde, wie man denn eine Expedition organisiere, antwortete er: «Put your boots on and go!», «zieh deine Stiefel an und lauf los!». Tilman und Shipton erforschten in diesem Stil zahlreiche weisse Flecken auf der Landkarte, entdeckten unbekannte Orte und erstiegen hohe Berge als Erste.

Aus Oswald Oelz: Adrenalin, Bullshit und Chemotherapie.


«Ich sehe nur einen Weg, um herauszufinden, wie weit wir kommen. Wir müssen losgehen und laufen.» Henri Bergson (1859-1941), französischer Philosoph.

Aus: Die Alpen, Mai 2018

Kanu Kenter- und Rettungsübungen auf dem Greifensee

Diesen Sommer haben wir ja eine grössere Expedition vor auf grosse Seen und sogar das Meer. Da man da schon einige 100 Meter vom Ufer weg sein kann und allenfalls Anlanden bei einer Kenterung nicht in Frage kommt, sind wir heute bei schönstem Wetter und leichtem Wind auf den Greifensee üben gegangen.

Hier noch meine Vorbereitungsunterlagen. Ev. ergänze ich diese über die Zeit noch etwas…

Kanadier und Kajak – Wiedereinstieg

Boot klar machen

Alleine

  • Boot untertauchen und anheben, kippen: mittig oder hinten. Problem: Sitz im Weg.
  • An Land schwimmen/ziehen
    • Boot voll
    • Boot leer
    • Boot kopfüber

Zu zweit

  • Hinten und vorne anheben und kippen. Problem: Schlechter Hebel
  • Mit zweitem Boot:
    • Hecke belasten und Bug über zweites Boote nehmen. Ev. Spritzdecke lockern, damit Wasser abfliesst.
    • Abschleppen

Wiedereinstieg

Alleine

  • Mit Hilfsmittel (Float/Gepäckstück) stützen. Problem: Float haben wir nicht dabei. Tonne oder Sack könnte helfen!
  • Ohne Hilfsmittel (schräg von Hinten, Cowboy)

Zu zweit

  • Gleichzeitig von links und rechts.
  • Einer rein, der andere fixiert, dann der erste stützt und der zweite kommt rein.
  • Kind zuerst (oder zuletzt)?
  • Fuss/Bein auf 2./3. Boot auflegen für mehr Kraft um ins Boot zu kommen.

Allgemeines

Material NICHT am Boot festmachen oder so, dass es bei Kenterung schnell gelöst ist (Gewässer ohne starke Strömung). Sonst kann Boot nicht mehr gedreht werden.
Lenzpumpe, Paddelfloat?

Literatur und weiterführende Links

Wikipedia: Wiedereinstieg (Kanusport)

www.kanu.de: Rettungsmöglichkeiten im Falle einer Kenterung

Udo Beier, DKV-Referent: Solo-Wiedereinstiegs-Methoden

Udo Beier, DKV-Referent: Unabgeschottete Kajaks: Lenzprobleme Liften, Lenzen & Pumpen

Fazit: Super Tag! Angst vor Kenterungen und Wiedereinstieg wurde bei den Teilnehmern massiv reduziert. Es hat sogar geheissen, ich solle so was nächstes Jahr wieder organisieren…

Und ich habe es sogar geschafft den Oli müde zu kriegen…!

Kanu Reko-Tour Seez

Immer auf der Suche nach etwas Neuem bin ich auf ein kleines Flüsschen namens Seez gestossen. Die Seez kommt aus dem Weisstannental und mündest bei Mels in das Seeztal. Von dort fliesst die Seez weiter in nordwestlicher Richtung in Richtung Walensee in welchen sie auch mündet. Vor der Linth-Korrektion war die Seez der wichtigste Zufluss des Walensees.

Vorbereitung

Vom Zug oder der Autobahn aus sieht man nicht allzu viel von der Seez. Daher sind Abschätzungen über die Fahrbarkeit und die Schwierigkeit schwierig.

Eine Beurteilung über Google Satellite und Google Streetview hilft zwar bei der Vorbereitung reicht aber nicht aus. Für eine vor Ort Erkundung hatte ich bisher noch keine Zeit.

Die bekannte Führerliteratur zur Seez ist etwas spärlich:

  • Paddelland Schweiz – Die schönsten Kanutouren auf Flüssen und Seen (Beat Oppliger, Patrick Frehner):

    Seez: Kleiner, sportlicher Fluss der von Mels aus kommend nach 12 Kilometern in den Walensee mündet. Für abenteuerliche Paddler die etwas Expeditionsstil suchen. Einsetzstelle ist am besten bei der Lourdes Kapelle in Mels. Die ersten Kilometer sind „Amazonas-like“, danach fliesst die Seez offen durch eine phantastische Landschaft.

und

  • DKV-Auslandsführer Band 1 – Österreich/Schweiz 6. Aufl.:

    CH N 10.40.1.5 Seez, Wildbach-Gebirgsbach
    Eine Befahrung der Seez dürfte wohl nur in ihrem Oberlauf auf kurzer Strecke lohnend sein. Sie ist hier ein mässig schwerer Wildfluss mit einer kleinen Schlucht.

Auch online findet man auf Rivermap nicht allzu viel. Immerhin ist angegeben, dass der Fluss Wildwasser II ist und die Pegel: LW = 2 m³, MW = 4 m³, und HW = 8 m³ betragen.

Das ist schon mal eine erste Ansage.

Auch Google liefert auf den ersten Blick nichts brauchbares zurück. Wenn man dann aber genauer schaut, findet man, dass der Wildwasserclub (WWC) Liechtenstein das erste mal in seinem Vereinsblättchen Schleuderwälzle im Jahr 2002 darüber berichtet: Probefahrt auf der Seez, von Ralph Dolber auf Seite 26:

nun, es war nicht gerade eine anspruchsvolle sache, aber wenn, oder im schlechtesten falle auch falls, die seez einmal mit etwas mehr wasser daher kommt, gibt es doch noch einige hübsche stellen. auch mit dem wasserstand der erstbefahrung liess es sich an einigen stellen etwas verweilen und die wasserverwirbelungen und andere phänomene geniessen, an einer stelle war sogar ein mikro-rock-splash möglich…
so alles über alles ist die strecke mit dem oberen teil der thur zu vergleichen, also etwa mit wildwasser eins bis zwei zu bezeichnen…ich glaube also, dass unsere anfänger in den kommenden generationen eine neue potentielle feuer-(oder wohl besser wasser-)taufstrecke vor der haustüre haben.

Eine weiter Befahrung ist aus dem Jahr 2015 dokumentiert. Es scheint also zu Wiederholungen gekommen zu sein, die Strecke ist für Anfänger geeignet und sie wird mit WW I – II bewertet.

Anreise und Einbootstellen

Die Anreise erfolgte mit der S4 bis Bahnhof Mels. Zu Fuss ist es dann keine 5 Minuten bis zum Fluss. Genau dort, wo der Fussweg vom Bahnhof zum Bach führt (Optikweg) besteht bereits eine gute Stelle zum Einbooten. Eine Empfehlung war, etwas weiter unten bei der Lourdes-Grotte einzubooten.
Da ich aber möglichst viel vom Fluss haben wollte, bin ich noch etwas Aufwärts. Bei der Brücke zur Glashütte hat es auf der linken Seite eine Kiesbank, wo man ebenfalls noch einbooten könnte. Ich bin aber noch weiter hoch. Bei der Gefällbremse beim Notschlachtlokal Mels hat es ebenfalls eine Kiesbank.

Da ich die Gefällbremse nicht fahren wollte, habe ich mich entschlossen, hier einzubooten.

Zur Vorbereitung hat für mich ebenfalls gehört, den Pegel Seez – Mels zu studieren und abzuschätzen, wie sich mit der Temperatur der Pegel verändern wird. Da die Tage nicht mehr ganz so klar und warm waren wie letztes Wochenende erwartet ich keine Spitze von 10 m³ mehr.
Rivermap gibt an MW = 4 m³ und HW = 8 m³ also müsste es gemäss Vorhersage mit 4 – 6 m³ passen.

Der aktuelle Pegel war dann, um 11 Uhr ca. 4 m³:

Ich erachte 4 m³ als eher untere Grenze. Einige Male habe ich gestreift und ein mal bin ich, da ich nicht aufgepasst habe, sogar kurz hängen geblieben. Ich weiss nicht, wie man bei 2 m³ da noch runter kommen soll…

Anfangs ist der Bach noch etwas kanalisiert und fliesst in flotter Strömung dem Walensee entgegen. Aber bereits nach kurzer Zeit kommt das erste Stück, wo der Bach renaturiert ist:

Dann bei Plons hat es kurz hintereinander 3 Schwellen, die beim aktuellen Wasserstand problemlos fahrbar sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese 3 Schwellen bei 8 m³ oder mehr anfangen bissig zu werden bzw. anfangen zu wälzen. Ich vermute, dass dies der Grund für ein HW = 8 m³ ist. Sonst sehe ich für 8 m³ oder mehr keinen Grund, warum die Seez nicht mehr befahrbar sein sollte.

Das Problem ist, dass man im Bach schwer anhalten kann, falls etwas passiert sein sollte, da es nur sehr kleine Kehrwasser hat oder diese nicht wirklich ausgeprägt sind. Sollte man also sein Boot verlieren, kann man es unten im Walensee wieder einsammeln…

Anschliessen kommt ein gerades, etwas langweiliges Stück, welches durch die zweite Renaturierung unterbrochen wird.

Der anschliessende Kanal ist gemütlich und verleitet zum Träumen… Ab und zu liegen ein paar Steine im Bach, plötzlich hat es Bunen und ab da wird der Bach wieder spannend bis zum See.

Ein Grund für diese Spannung ist der Waffenplatz Walenstadt. Nicht nur, weil man da plötzlich im Kampfgetümmel landet könnte, sondern weil der Fluss wieder etwas natürlicher fliesst.

Damit man die Bilder, welche man im Fernseher täglich sieht, nicht life miterleben muss, ist es ratsam beim Waffenplatz kurz vorher abzuklären, ob man nicht gerade mitten in eine Kampfübung hinein paddelt: Allgemeine Schiessanzeige Waffenplatz Walenstadt.

Am See angekommen kann man auf den Kiesbänken gemütlich eine Pause einlegen und etwas essen. Die Seez ist hier zu Ende.

Da der Tag aber noch nicht zu Ende war, habe ich mich entschlossen weiter bis nach Murg zu paddeln und dort wieder mit der S-Bahn Nummer 4 über Uznach nach hause zu fahren.

Vorbereitungen auf die Kanusaison 2018

Die Vorbereitungen für die Kanu-Saison 2018 sind bereits im vollem Gange…

Nachdem mir im Sommer 2017 mein Motorola Handy in der Soca abgesoffen ist, weil das easy camp Phone Case nicht ganz sauber verschlossen war (blöder Verschluss und die Schnur ist auch konstruktiv blödsinnig angebracht. Da musste wohl jemand bei der Produktion sparen und hat es selber nie benutzt???)

habe ich mir ein dem IP 67 Standard (Staub/1 m Wassertiefe) entsprechendes Handy von Crosscall gekauft.

Das hat sich soweit bewährt, ist aber nicht ganz auf dem Stand der Zeit. Zudem ist der Display schon ganz zerkratzt und die Tasten fangen an weich zu werden. Dafür hält die Akku mehr als 10 Tage!!!
Heute ist mein Phone Case von OverBoard gekommen (IP 68 (Staub/6 m)), welches mir von Stephan empfohlen wurde.

Mal schauen was das taugt zusammen mit dem vielleicht bald neuen Xiaomi Handy???

Neujahrstour 2018 auf der Thur

Christoph hat auf der IG-Mailingliste einen Aufruf für den 1. Januar gemacht. Da es sehr mild war und oben reingeregnet hat, hat die Thur zünftig Wasser geführt.

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir bei der grossen Brücke eingebootet. In den ersten paar Metern hätte es mich bereits beinahe erwischt.

Unser Pegel war um 55 m³, was recht anständig zieht. Als wir letztes Jahr einen ähnlichen Pegel hatten, hatte ich das Gefühl, es sei weniger heftig gewesen. Vielleicht liegt es auch daran, dass mein wèndiger Biber alles für mich abgefangen hat.

Heute war ich mit dem Einer-MadRiver ME von Christoph unterwegs.

Den Indianer haben wir links befahren. War eigentlich ganz zahm. Christoph ist mit dem Nøkk links fast nicht mehr aus dem Kehrwasser raus gekommen. Ich habe mir das grosse Kehrwasser rechts geschnappt. Das ging ganz prima.

Beim Schraubenzieher hatte es rechts schon Meterhohe Wellen vor der eigentlichen Schlüsselstelle. Das Einfädeln hat sich nicht also so einfach herausgestellt. Mein MadRiver ME ist aber dann nur so durchgeflutsch. Ausser etwas Spritzwasser bin ICH 😀 trocken geblieben im Trocki…

Leider sind all meine Fotos nix geworden. Die SD-Karte wird wohl den Geist aufgeben?

Panasonic Lumix DMC-FT3 Firmware Upgrade unter Linux

Wie üblich werden wir Linuxer mal wieder diskriminiert… Das soll uns aber nicht hindern!

Als Grundlage für diese Anleitung dient die Windows/Mac Anleitung von Panasonic.

  • Step 1: Befolgen, wie in Anleitung beschrieben.
  • Step 2: Ob Windows oder Mac Download spielt keine Rolle. Mac geht wahrscheinlich eine Spur einfacher:

Windows:

sudo apt-get install rar
mv FT3__V12.exe FT3__V12.exe.rar
rar x FT3__V12.exe.rar

Mac:

unzip FT3__V12.zip
  • Step 3: SD Memory Karte einlegen und mounten. Dann je nach Linux-System in etwa so:
df -h
cp FT3__V12.bin /media/oli/DEB3-025F/
  • Step 4: Wie in Anleitung beschrieben befolgen.

Bei mir hat so der Upgrade von v1.1 auf v1.2 problemlos geklappt…

Wird Zentraleuropa zum Entwicklungsland?

Ich habe kürzlich einen Kanuführer beim beim DKV in Deutschland bestellt:

  • Bestellung: Samstag, 23. September, nachts
  • Versand DKV: Dienstag, 26. September (2 Arbeitstage, OK)
  • Zusatzfrankatur D Post: Montag, 2. Oktober (3 Arbeitstage, warum so lange?)
  • Ankunft: zwischen 16. und 18. Oktober (8 Arbeitstage, 1 Feiertag, warum so lange?)
  • Buch in Händen: Samstag. 21. Oktober (2 Tage)
  • Vorgesehener Einsatztermin für Expedition: ab Samstag, 21. Oktober (28 Tage, 14 Arbeitstage)

Fazit: 1 Montag Vorlauf für Vorbereitung und Planung reicht in Zentraleuropa nicht mehr aus… 🙁

Ich habe kürzlich ein Kanu T-Shirt bei AliExpress in China (Hinterasien, sozusagen am A…nderen Ende der Welt) bestellt:

  • AliExpress Bestellung: Sonntag, 8. Oktober Mittags
  • Versand in China: Montag, 9. Oktober Nachmittags (27 h 45 min später, oder 1 Arbeitstag, TOP)
  • Erwartete Ankunft 30. Oktober – 6. November (28 Tage)

Versand: kostenlos. Mal sehen, was daraus wird…

 

Heute (25. Oktober) eingetroffen (made in Bangladesh 🙂 ):

IGOC Paddeltour auf Lorze und Reuss

Wèné hatte die Idee, dass wir am Freitag auf die Lorze könnten. Gesagt getan. Über die IGOC Mailingliste haben sich noch Thomas und Werner angemeldet.

Es war ein wunderschöner Tag. Die Lorze ist ein super schöner Fluss, viele Fische und Vögel sowie wilde Natur. Wir mussten nur einmal wegen umgestürzter Bäume (kein Biber!) umtragen.

Pegel war 11 – 12 m³ was sehr angenehm war.

Rhône – Tour von Genf nach Lyon

Zusammen mit Arturo von der IG Opencanoe habe ich mir im Frühling während der Kanuferien auf dem Allier vorgenommen, die Rhone von Genf bis Lyon zu bepaddeln.

Sonntag

Am Sonntag früh sind wir bei Arturo in Richtung Genf abgefahren. Bereits um 10:30 sind wir an der ersten prima Einbootstelle angelangt, welche direkt am Nordufer unter der Pont d’Aigues-Vertes liegt. Anschliessend sind wir die Einbootstelle an der Moulin des Frères anschauen gegangen. Auch nicht schlecht aber da darf man nicht 10 Tage parkieren. Und als drittes sind wir beim Camping du Bois-de-Bay gelandet. Der hat zwar keinen Anstoss an die Rhone, dafür kann man hier gut 10 Tage parkieren und er ist nur ca. 10 Minuten Fussmarsch von der ersten Einbootstelle entfernt. Meiner Meinung nach perfekt. Aber nein, man muss sich auf anraten des Baslers noch eine vierte Möglichkeit anschauen: Einstieg nach der Barrage de Verbois (Oppi: km 12). Dort sind wir dann schlussendlich auch eingebootet und haben den Wagen auf dem Parkplatz der Kehrrichtverbrennungsanlage Aire-la-Ville (unter Video-Überwachung) abgestellt.

Stunden später geht es dann endlich los. Die Rhone hat hier starke Pegelschwankungen von bis zu einem Meter, was mich etwas irritiert. Nach ca. 15 Minuten bereits der erste Notstopp: Wir sind uns nicht sicher, ob das Auto abgeschlossen ist. Ich wartete bei den Booten. Währenddessen steigt die Rhone bereits wieder um knapp einen Meter an. Ein komisches Gefühl. Der Fluss ist mir von Anfang an unsympathisch…

Dann, endlich geht es los…

Schon bald erreichten wir das erste Wehr, die Barrage de Chancy-Pougny, welches es zu umtragen gilt. Kurz darauf die Stromschnelle von Pougny-Chancy. Ich suche mir früh, noch vor der Brücke, ein Kehrwasser und inspiziere das Ganze. Arturo erst nach der Brücke und ist schon fast in der Stromschnelle drin. Anschliessend ziehe ich ihn wieder zwei Kehrwasser hoch, damit er noch eine Chance hat den Fluss zu queren, denn die gute Umtragestelle ist links. Nachdem wir beratschlagt und beschlossen haben, hier zu übernachten, helfe ich Arturo zu umtragen. Ich selber beschliesse die Schnelle zu fahren.

Der Plan war gut, die Ausführung weniger. Ich kentere bzw. falle aus dem Boot. Keine Hilfe weit und breit. Also ziehe ich schwimmend mein nicht gekentertes Boot in heftigster Strömung 20 m zum Ufer. Ich schaffe es gerade noch in das letzte Kehrwasser bevor der Fluss auf den nächsten Prallhang mit Bäumen trifft. Anschliessend kämpfe ich mich die ca. 300 m, die ich abgetrieben bin, von Kehrwasser zu Kehrwasser wieder nach oben zu der Stelle, wo wir übernachten und am nächsten Tag wieder einbooten wollten. Unterwegs fragt mich eine Dame, ob ich Hilfe benötige, was ich dankend ablehne, da ich die inzwischen auch nicht mehr brauche. Aber wo ist mein Kompagnon?

Ich baue mein Zelt auf und zieh mich um. Ein ziemlich schlechter Start. Aber Glück im Unglück? Nichts ist verloren oder nass geworden. Dieser Fluss ist mir noch unsympathischer geworden als er Stunden zuvor schon war.

Anschliessend laden uns die sehr netten Leute von Opikanoa (Email, Mobile: +41 79 352 97 07) zu einem Bier bzw. einem Glas Wein ein, machen für uns Feuer und geben uns von Ihrem Taboulé ab…

Der Tag endet versöhnlich. Hier wäre ebenfalls ein sehr guter Platz, die Tour zu beginnen oder das Auto zu parkieren.

Montag

Am nächsten Morgen beim Frühstück schauen die Gemeindearbeiter kurz vorbei, welche die Abfalleimer leeren. Dann geht es los. Heute ist eine Schlucht und der Stausee von Génissat angesagt. Diesen erreichen wir dann auch gegen Abend. Gleich zu Beginn der Stauanlage hat es wunderschöne Parkanlagen, welche völlig abgelegen sind. Wir beschliessen hier zu campieren, da weit und breit keine Menschenseele zu erblicken ist. Aber zuerst gehen wir die Umtragestelle begutachten. Morgen stehen uns 75 Höhenmeter Umtragen bevor.

Beim Abendessen fährt ein Securitas-Fahrzeug vorbei. Wir grüssen höflich in der Hoffnung, dass uns der Sicherheitsmitarbeiter in Ruhe lässt, was er auch tut. Anschliessen verstauche ich mir in einem kleinen Loch in der Wiese fürchterlich den Fuss. Es knirscht ganz übel, hoffentlich ist nichts gerissen?

Wir gehen früh ins Bett. Plötzlich wache ich auf: Scheinwerferlicht ist auf mein Zelt gerichtet, orange Warnblinklichter sind am leuchten und es wird lamentiert. Was ist jetzt los? Hoffentlich scheuchen die uns nicht mitten in der Nach von hier weg. Mühsam ziehe ich mich an und humple zu den beiden Fahrzeugen. Arturo gibt bereits Entwarnung: Es betrifft gar nicht uns. Die beiden Fahrzeuge haben sich nur zufällig hier bei unseren Zelten getroffen und die beiden Fahrer verhandeln den Weg. 100 Meter weiter hinten ist eine Sackgasse! So in etwa muss man sich fühlen, wenn man mitten in der Nacht von einer Polizei- oder Militärrazzia aufgeschreckt wird…

Dienstag

Nach dem Frühstück fangen wir mit der Umtragung an. Der Plan ist, das Boot mit Gepäck zu einer kleinen Wiese zu bugsieren und ab dort das Boot und das Gepäck einzeln den steilen Weg runter zu tragen bzw. zu rollen. Da ich zu faul bin, mache ich die erste Steilpassage auch noch mit Boot und Gepäck und meinen grossen Rucksack lege ich einfach oben auf. Oberhalb eines tiefen Tobels kriegt mein Boot Schräglage, kippt um und zwei meiner Säcke poltern mit Getöse ins steile Tobel runter. Den dritten kann ich gerade noch halten. Der Zweite verfängt sich an einem Baum, den kann ich mir noch holen aber der grosse, rote scheint verloren. Was für eine Sch…-Tour. Ich bringe mein Boot an den Fluss runter und versuche das Tobel von unten, vom Fluss her zu erklimmen. Ich scheitere aber an einer senkrechten Felswand. Also versuche ich es von oben. Mit einem immer noch verstauchten Fuss klettere ich von oben in das Tobel und erreiche tatsächlich meinen Rucksack. Schon wieder Glück im Unglück? Es könnte schlimmer sein! Hoch ist einfacher als runter. Nach einer kurzen Verschnaufpause bringe ich auch mein letztes Gepäckstück zum Fluss runter zu meinem Boot. Die ganze Ausrüstung ist wieder komplett. Arturo ist inzwischen auch so weit. Es kann los gehen.

Gegen Mittag passieren wir die Barrage de Seyssel und kurz drauf wollen wir auf dem Camping in Seyssel (Tel. +33 6.50.58.70.24) zu Mittag essen und was kühles trinken. Aber die Rezeption hat geschlossen. Kein Essen, kein Trinken! Also gehen wir in den nahegelegenen Supermarché und kaufen ein.

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter und müssen kurz darauf die Barrage de Chautagne umtragen. Dabei geht mir der Schlauch meines Bootstrolley kaputt. Was für eine Sch…-Tour! Zwei km weiter campieren wir unter einem Strommasten. Ich mache mich sofort auf ins nächste Dorf Mathy um mir bei einer Autogarage Hilfe zu holen. Unterwegs treffe ich ein altes Mütterchen und unterhalte mich etwas mit ihr über ihren schönen Garten, was sie sehr freut. Bei der Garage angelangt unterbreite ich dem Garagisten mein Anliegen, aber er scheint nicht zu wollen. Auf dem Rückweg treffe ich einen Algerien-Veteran und wir plaudern etwas über unsere Tour und Gott und die Welt.

Kurz vor dem Eindunkeln hören wir plötzlich Stimmen. Arturo meint, dass sei auf der anderen Flussseite. Ich gehe nachschauen. 2 Paddler mit ihren 3 Hunden halten direkt Kurs auf unsere Kanus, welche vom Fluss her einsehbar sind. Doug und Allan? sind noch unterwegs. Sie arbeiten in Chamonix auf dem Bau und sind gerade daran Ihre Zeit mit Kanufahren und Gleitschirmfliegen zu verbringen. Ich lade sie zu einem Rosé ein und da Doug heftiges Verlangen nach einer Zigarette hat, suchen wir zusammen ein paar Nielen. Spät in der Nacht, bei völliger Dunkelheit, machen sich die beiden wieder auf den Weg. Sie haben noch mindestens eine Stunde Wegs vor sich.

Langsam bessert sich meine Laune.

Mittwoch

Nach dem Frühstück geht es wieder los. Heute ist die Barrage de Savières dran wo wir wieder in die alte Rhone abzweigen. Diese Umtragung ist sehr lange. Das ist insbesondere anstrengend, da ja das eine Rad meines Karrens kaputt ist. Unterwegs hat es 3 Stromschnellen, welche wir nicht fahren sondern umtragen. Bei der einen Umtragung kommen uns zwei Transporter mit Kanus entgegen. Wir schwatzen ein wenig. Der Fahrer fragt, ob wir uns heute Abend auf dem Camping treffen?

Gegen Nachmittag treffen wir im hübschen Dörfchen Yenne ein. Der Camping Kanoti (Email, Telefon: +33 6.14.33.92.22) liegt direkt am Fluss. Wir schreiben uns ein und merken gleich, dass der Fahrer vom Mittag auch der Campinginhaber ist. Er und seine Partnerin führen den Camping und den Kanuverleih. Super schön und sehr zuvorkommend hier! Er versucht mir sogar zu helfen, meinen Schlauch zu flicken. Hier merken wir erst, dass das aussichtslos ist, da der Schlauch kein Loch hat, sondern das Ventil abgeplatzt ist. Er muss also ersetzt werden. Der Campingwart kramt in seiner Kiste und sucht, ob er noch so ein Rad hat. Leider hat er aber keins in der richtigen Grösse.

Abends gehen wir noch in das Fer à Cheval (Email, Telefon: +33 4.79.36.70.33) lecker Abendessen. Es scheint hier ein Pilgerweg durchzukommen.

Donnerstag

Da offenes Feuer (mit dem Fibi) auf dem Camping verboten ist, verwende ich heute meinen Spritkocher für das Frühstück. Anschliessend geht es wieder los. Kurz nach dem Camping gibt es wieder ein Wehr, welches nur mit bei Niedrigwasser und ggf. bei Mittelwasser passiert werden darf. Bei Hochwasser ist die Strömung zu stark! Ein Teil des Wassers wird für eine kurze Wildwasserstrecke gebraucht. Nach der Umtragung gelangen wir in die wunderschöne Schlucht von La Balme.

Kurz danach fliesst der Rhone-Kanal wieder zu uns in die alte Rhone. Schon bald spüren wir den Rückstau des Wehrs von Bugey. Hier liegen die Häuser teilweise hinter dem Damm unter dem Wasserspiegel. Und ist es extrem heiss. Zudem fängt kurz vor Mittag die Thermik an flussaufwärts zu blasen.

Nach der Barrage gelangen wir in das Naturschutzgebiet. Hier ist es wie im Paradies. Kühl, Bäume, Vögel singen… Aber wo übernachten?

Am vermeintlichen Ende des Naturschutzgebietes, direkt bei der Einmündung des Hauptarmes sehen wir ein Stück gemähtes Ufer. Es hat genau Platz für zwei Zelte. Sofort ist der Platz in Beschlag genommen.

Freitag

Nach dem Frühstück während des Zusammenpackens kommt uns die Besitzerin des gemähten Fleckens besuchen. Sie macht gute Mine zu bösen Spiel und meint, sie wolle uns nicht stören.

Weiter geht es etwas geruhsamer. Mahl kein Wehr heute!

Dafür kommen wir am AKW von Creys-Malville mit dem Reaktor Superphénix vorbei.

Am Nachmittag erreichen wir den Camping Le Point Vert (Email, Telefon: +33 4.74.36.13.45, Mobile: +33 6.43.16.38.24). Sehr nette Inhaber. Wir kriegen sogar einen Platz am Schatten. Es ist wieder sehr heiss heute. Unsere Nachbarn auf dem Camping laden uns sogleich zu einem Bier/Eistee ein. Am Abend gehen wir in die nahegelegene Kneipe Abendessen. Es ist richtig Ramba-Zabma los hier. Morgens um zwei kehrt Ruhe ein.

Samstag

Das Abendessen scheint uns nicht so gut bekommen zu haben. Wir müssen beide unterwegs mal hinter die Büsche. Kurz drauf kommt auch schon die Barrage Sault-Brenaz mit einem weiteren Wildwasserkanal. Vielleicht hätten wir besser hier übernachtet? Wir booten in einer ehemaligen Schleuse ein.

Weiter geht’s. Heute kommen wir gut voran.

 

Wir sind genau vor dem militärischen Sperrgelände als plötzlich weiter unten am Fluss ein Höllenlärm losgeht. Sieben oder acht Gefährte kommen uns mit hohem Tempo entgegen und das sind definitiv keine Boote. Hoffentlich sind wir nicht in eine Militärübung geraten. Die Dinger entpuppen sich als Hoovercrafts und da sie bunt sind, sind sie wohl eher nicht militärischer Natur.

 

Ich mache Arturo drauf aufmerksam, dass wir langsam einen Nachtplatz suchen sollten, wenn wir nicht schon heute in Miribel ankommen wollen. Doch er hört nicht zu. Und eh wir uns versehen sind wir schon fast an der Barrage de Jonage.

Wir übernachten unter einer Hochdruck-Gas-Pipeline. Am Abend kommt noch ein Fischer vorbei und klärt uns auf, dass das ganze trübe Wasser der Rhone daher stammt, dass die Schweizer Kraftwerke die Becken reinigen. Sonst sei das Wasser klar.

Später kommt ein wenig Regen auf und ein heftiger Wind zieht über uns hinweg.

Sonntag

Heute stehen wir sehr früh auf. Wir wollen um 10 Uhr in Miribel sein, damit wir den 10:21 Zug nach Genf erreichen. Arturo befürchtet zudem, dass wir sehr lange bei der Barrage de Jonage verbringen werden. Nach kurzer Zeit sind wir bereits da. Das Umtragen ist für uns inzwischen ein Klacks. Um 8 Uhr 30 sind wir in Miribel. Wir hätten fast noch den früheren Zug geschafft.

Es geht eine Diskussion los, ob der Billetautomat Kreditkarten akzeptiert und ob Billette bis Genf gelöst werden können. Ich erhalte Recht durch einen tatkräftigen Beweis. Frankreich ist ja schliesslich kein Entwicklungsland! Arturo geht das Auto in Genf holen. Um 16 Uhr 30 ist er wieder bei mir. Wir verladen das Material und ab geht es heimwärts. Gegen Mitternacht bin ich wieder zurück in Uster.

Nach dem sehr schlechten Start hat sich das Unternehmen doch noch zum Positiven entwickelt. Am Schluss war mir die Rhone sogar wieder sympathisch. Mit ca. 180 km auf dem Fluss in 8 Tagen (knapp 25 km/Tag) mit 9 Stauwehren und insgesamt ca. 150 Höhenmetern war das bisher meine anspruchsvollste Tour. Mal schauen, was als nächstes kommt? Vielleicht Isle of Arran? Das Boot dazu ist schon fast meins.

Literatur

DKV-AUSLANDSFÜHRER, Band 3, SÜDFRANKREICH, KORSIKA, Seite 71 – 74
Flussführer Rhone ab Genf und Frankreich von Siesta Oppi Kanushop GmbH