Kanuferien Checkliste

Boot

  • Boot
  • Paddel
  • Spritzdecke
  • 2 x Treidel-Seile
  • 1 – 3 Bootssitze
  • Bootswagen
  • Bootssack
  • Bootspumpe
  • Hammer
  • Wurfsack auf Boot
  • Paddelhalter (Gummizug, Spinne)
  • Befestigungsschnüre (Nylon, Reepschnüre)
  • Bootsflickzeug + Ersatzmaterial
  • Bootsschwamm und/oder Wasserschöpfer

Paddelausrüstung

  • Bootssäcke (wasserdicht)
  • wasserdichter Handy- und Geldbeutel
  • Brillenbendel
  • Anzug
  • dicke Socken
  • Füsslinge
  • Handschuhe
  • Weste komplett (Karabiner, Messer, Uhr)
  • Helm
  • Hut
  • Krocks
  • Wurfsack

Kleider

  • Windstopper
  • Faserpelz
  • Hosen
  • Merino-Unterwäsche
  • Sonnenbrille
  • Sonnencrème
  • Stirnlampe
  • Apotheke
  • Ersatzkleider
  • dicke Jacke
  • Kappe
  • Rucksack
  • Schuhe + 5-Fingers
  • Regenschutz
  • Reservebrille
  • Zahnbürste und Zahnpasta, Frottiertuch

Karten – Orientierung – Reisen

  • eMail Ferienabwesenheit
  • Briefkasten leeren organisieren
  • Karten vom Gebiet und Anreise
  • OpenStreetMap Karten herunterladen
  • Topos, Kanuführer (DKV, etc.)
  • Euro, Ausweis, Kreditkarte
  • Kamera, Handy und Ladegerät

Camping

  • Zelt
  • Schlafsack, Seiden-Inliner und Luftmatratze
  • Tarp, Unterlage/Matte und Schnüre
  • Spaten, WC-Papier
  • Kiesbank-Heringe, Fäustel (Stein)

Kochen

  • Ofen
  • Zündhölzer und Starthilfe
  • Säge, Beil, Feuerstein
  • Küchenbrett
  • Pfanne, Kochtopf, Rührlöffel
  • grosser Becher, Teller und Besteck
  • kleiner Kocher, Sprit und Topf

Essen

  • Wasser 3 l pro Tag oder Filter
  • Thermoskrug
  • Oel, Salz und Gewürze
  • Teigwaren, Kartoffelknödel
  • Linsen, Erbsen, Bohnen
  • Büchsen (Fisch, Fleisch), Rösti

 

Alpenrhein Teil 2

Gestern waren Oli

und ich

auf dem Alpenrhein Teil 2 für den Sommer rekognoszieren. Zudem haben wir noch Material und Wetterbedingungen getestet.

Böhenspitzen dürften so um 100 km/h geherrscht haben. Teilweise war mein neuer Ally namens Wasserläufer nicht mehr beherrschbar. Gut zu wissen, wie sich so was anfühlt. An Land hat es mein Boot sogar einmal um die eigene Längsachse gedreht und wieder abgesetzt (ca. 30 kg mit Inhalt). Auf dem Wasser kann man es zwar halten aber man driftet nur noch irgendwohin…

Pegel war irgendwas zwischen 50 und 100 m³ (Domat/Ems oder Diepoldsau).

Eingestiegen sind wir für die zweite Etappe in Bad Ragaz, auf der rechten Seite, gleich unter der Eisenbahnbrücke (prima Einstieg) und ausgestiegen sind wir in Oberriet, links, ein paar 100 Meter nach der Zollbrücke (etwas krackseln nötig). Wir wollten die kleine Brücke über die A13 erwischen und möglichst nichts mit dem Zoll zu tun haben.

Übernachtungsmöglichkeiten sehen recht gut aus am Fuss des Heidenkopfs. Und zwischen Illspitz und Frutz sollte sich auch ein Plätzchen finden lassen.

Kanu-Daten auf uMap / Openstreetmap

Auf der FrOSCon 16 bin ich in einem Vortrag zum Thema Open Street Map gewesen. Das spannendste am Vortrag war die Erwähnung des Projekts uMap, welches auf OSM basiert.

Vor kurzem habe ich mich daran gewagt selber mit uMap herum zu experimentieren:

uMap anzeigen

Leider habe ich es noch nicht geschafft, die uMap hier in WordPress zu embedden… 🙁

Saisonstart 2017 mit Skip Racer Seekajak

Zum Saisonstart 2017 durfte ich heute Arturos Renn-See-Kajak von Skim fahren. Extrem kippelig! Und weder eine Anfangs- noch eine Endstabilität. Naja ist halt ein Racer. Aber nach ca. 2 Stunden hat es angefangen richtig Spass zu machen!!!

Skim See-Kajak

Im Sommer wollen sie mir eins geben bei dem ich nicht eine Bootslänge schaffe! Wette: Eine Kiste Wein!

Wetter war traumhaft! Schön warm, praktisch kein Wind und fast alleine auf dem Murtensee.

Altjahreswoche 2016 am Ill

Es war so warm, dass sogar das Wasser an der Bootswand kondensiert ist…

wèndige Biber mit Rauhreifpanzer

Ill von Meyenheim nach Colmar (Montag)

Einbooten unter der Brücke beim Sportplatz von Meyenheim (Einstieg). Etwa 50 Meter oberhalb hat es eine hohe Schwelle (ca. 2 m). Mehrere Schwellen (Spundwände), welche bei niedrigem Wasserstand (ca. 3.9 m3) anhängen. Zwei mal mussten wir treideln. Eher langweiliger Abschnitt. Ausstieg beim Camping de L’ill (Ausstieg).

Dreiwasser/Ill von Sélestat nach Kogenheim (Dienstag)

Einstieg bei Kreisel der Strasse D 424. Ausstieg in Kogenheim? Drei Schleusen, langweilig.

Mühlbach von Sasbach am Kaiserstuhl nach Weisweil (Mittwoch)

Einstieg in der Nähe vom Bauernhof bei kleiner Brücke über Mühlbach. Nach ca. 2 km hätte man ins Grienwasser wechseln müssen… Ausbooten bei Weisweil (Ausstieg). Bach hat mir am besten von allen gefallen, obwohl wir uns verfahren haben!

Blinde Elz von Rust Zuckerbrücke nach Schwanau-Wittenweiher (Donnerstag)

Einstieg, Ausstieg. Viele Tiere gesehen (Biberratten, Biber, Wildschweinspuren, Reiher, Enten, Schwäne, Gänse, etc. Siehe auch: Unterschied Nutria, Biber und Bisam). Im Gebiet des Taubergiessens.

Ill vom Camping de L’ill nach Illhaeusern (Freitag)

Einstieg beim Camping de L’ill, Ausstieg in Illhaeusern.

Unterkunft

Camping de L’ill
1 Allée du camping
F – 68180 Horbourg Wihr (bei Colamar)
+33 389 41 15 94
colmar@camping-indigo.com

Kulinarische Exkursionen von allgemeinem Interesse

Auberge b’m Hans
19bis rue de Colmar
F – 67230 Obenheim
+33 390 00 27 18

Restaurant à L’étoile La strada
12 Rue de Colmar
F – 68280 Andolsheim
+33 3 89 86 23 87

Planung einer Kanutour mit unterschiedlichem Karten- und Bildmaterial

Nächstes Wochenende wollen wir auf Arturos Wunsch hin eine Kanutour auf die Aare von Olten nach Brugg unternehmen. Dazu habe ich versucht, mich etwas vorzubereiten.

Was mich heute fasziniert hat, sind die unterschiedlichen Luftaufnahmen von Bing und Google.

Zusätzlich habe ich noch die Kommentare aufgeführt, welche ich im Paddelland Schweiz gefunden habe.

Google Maps Bing Maps Schweiz. Landeskarten OpenStreetMap
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Gut ausgeschilderte Wehranlage. Links bei der ausgeschilderten Aussetzstelle anlanden und 50 m umtragen. Vor dem Überlaufwehr rechts in den alten Flusslauf umtragen.

Man sieht hier deutlich, dass die Aufnahmen von Google (links) bei einem wesentlich höheren Wasserstand gemacht wurden als bei Bing (rechts). Die Aufnahmen von Bing stammen wahrscheinlich aus dem Winterhalbjahr (November bis Februar).

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Schrägwehr rechts umtragen oder treideln. Im Wasserdurchlass auf der linken Seite entsteht eine gefährliche Walze.

Je nach Wasserstand kann links ev. gefahren werden (schöne Zunge), bzw. hat man rechts etwas mühe mit treideln…?

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Überlaufwehr. Die Ausschilderung ist mangelhaft, unbedingt ganz links fahren und ganz links in den linken Kanal einfahren. ACHTUNG: schnelle Strömung! Rechts in den schöneren Flusslauf umtragen.

Ich bin ja mal gespannt ob und wie man rechts anlanden kann…

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Unbedingt im rechten Arm fahren und Wehr rechts umtragen. Gut ausgeschildert. Im linken Arm besteht keine Umtragunsmöglichkeit.

Rein von den Luftaufnahmen würde ich was anderes sagen. Wir werden sehen…

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Links in den Kanal umtragen.

Links scheint es einen Bootslift oder etwas ähnliches zu haben. Rechts könnte der Fluss interessanter sein. Auf OSM sieht man das 2 Wehr nicht!

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Falls wir den rechten Arm nehmen (mein Favorit): Die unter Schwelle ist nicht beschrieben. Die müssen wir wohl selber auskundschaften… Scheint aber fahrbar oder zumindest links treidelbar zu sein.

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Wehr rechts in den alten Flusslauf umtragen.

Scheint easy.

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Wehr zu umtragen.

Wehr auf OSM nicht wirklich ersichtlich. Auf der SLK muss man genau schauen… Links oder rechts geht wahrscheinlich beides…

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Unfahrbares Wehr.

So schön ruhig, wie das Wehr aussieht, könnte es eine heimtückische Walze haben. Vorschlag: rechts umtragen.

IG Open-Canoe Herbst-Tour Ticino Inferiore

Am Samstag Morgen früh kam mich Dany abholen. Zusammen sind wir zu Christoph gefahren um die Boote aufzuladen.

p1030335_800x600Gemeinsam ging es dann über den Gotthard-Pass in Richtung Süden. Die erste Übernachtung und der Start war auf dem Camping Playa di Valverde (Karte) wo es vorzügliche Pizzas und leckere Schnäpse zu probieren gibt. Und das Wirtepaar ist super nett!

Am nächsten Morgen geht’s los. Zelte abbauen und alles auf unsere 6 Boote verpacken.

p1030342_800x600Nach ein paar Stunden Fahrt haben wir unser Zeltlager auf einer Insel aufgeschlagen. Sofort ging’s ans Kochen.

p1030373_600x800Montag war ein Ruhetag. Was die einen zum Müssiggang veranlasste …

p1030378_800x600… und die anderen zu künstlerischen Tätigkeiten.

p1030386_800x600Abends liessen wir dann unseren Scheiterhaufen abbrennen, welchen wir tagsüber aufgeschichtet hatten.

p1030399_600x800Einige von uns konnten es nicht lassen, immer wieder grosse (trockene) Steine ins Feuer zu schmeissen, was bis zu 10 Meter hohe Funkenregen verursacht hat.

p1030408_600x800Am nächsten Tag ging es weiter in einer wunderschönen natürlich wilden Landschaft. Man kann es kaum glauben, dass man sich hier zwischen zwei italienischen Industriemetropolen befindet.

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Doch es kündigt sich Regen an.

Weiter südlich wird plötzlich das Umland höher, was zu wunderschönen hohen Prallhängen führt.

p1030435_800x600Konzentriert steuert die Steuermännin Milva den wändigen Biber durch die Stromschnellen.

p1030438_600x800Marino hingegen übt sich als Gondoliero.

p1030440_800x600Da schlechtes Wetter angesagt ist, legen wir in der zweiten Etappe ein grosses Stück zurück bis kurz vor Pavia. Dort finden wir wieder eine schöne Sandbank wo wir in der untergehenden Sonne schnell unsere Zelte aufbauen.

p1030449_800x600Anschliessend geniessen wir den Sonnenuntergang.

p1030453_800x600Am Morgen wabbern Nebelschwaden über den recht warmen Fluss.

p1030460_800x600Und im Wald lauern uns Drachen auf.

p1030475_800x600Leider ist es dann am Donnerstag auch schon wieder zu Ende, da für den Nachmittag und den Freitag heftige Regenfälle angedroht sind… 🙁

Karte des Ticino Inferiore

ticino_totaleWir sind bei recht niedrigem Wasserstand gefahren. Der Ausfluss des Lago Maggiore war bei ca. 104 m³. Wir sind jedoch überall gut durchgekommen.

pegelSituazione Lago Maggiore

Weitere Quellen

und zum Gebiet selbst:

Kanu-Reko Tour von Frauenfeld nach Andelfingen

Obwohl niemand mitkommen wollte, habe ich mich auf die Socken gemacht. Angekommen bin ich pünktlich 09:03 bei der Postautohaltestelle Frauenfeld Rohrerbrücke (Bus 825 ab Frauenfeld).

Ca. 5 Minuten Fussmarsch bis zu den ersten Buhnen, wo man gut einwassern kann. Beim Aufbauen von wèndige Biber klingelt mein Handy: Werner ruft an und fragt, ob ich fahre und ob wir uns ev. beim Zeltplatz Gütighausen treffen wollen, es wären noch ein paar Deutsche mit dabei… Es hat sich also doch gelohnt zu gehen!

Die Thur hat heute nicht sonderlich viel Wasser. Ca. 13 m/s beim Pegel Thur – Andelfinmgen. Das ist eher an der unteren Grenze, noch weniger Wasser wird mühsam.

Auf den ersten paar Kilometern hat es einige Steine, bei welchen man Kehrwasser üben kann. Dann kommt eine schöne Stelle, das Drachenmaul:

p1030324_800x600Weiter unten hat es zahlreiche grosse Fischschwärme. Dem Blockwehr vor dem Zeltplatz traue ich nicht ganz und gehe es vorher anschauen. Werner meinte, man könne es ev. grad links der Mitte fahren oder sonst links umtragen. Ich probiere das Befahren. Es holpert zwar ein bisschen, geht aber. Mehr Wasser könnte nicht schaden.

Auf dem Camping treffe ich Werner und die Deutschen. Während die anderen die Autos umstellen, probiere ich mein neues Kochgeschirr aus. Es bewährt sich ganz gut. Aber etwas Finetuning ist noch notwendig.

Weiter geht es jetzt gemeinsam im Rudel. Wir sind jetzt insgesamt 7 Boote.

p1030332_800x600Die Kehrwasser in der Tüfenau sind praktisch alle stehend sodass es nicht ganz so viel Spass macht wie bei mehr Wasser. Gegen 15 Uhr treffen wir dann in Andelfingen ein und ich lasse mir das Weiterfahren nach Eglisau zum Glück ausreden.

karte_thur_gesamt

Kanu-Expedition auf den Toce

Wer mich etwas kennt, weiss, dass ich lieber selber etwas aushecke, als anderen hinterher zu latschen. Wenn man Neuling ist, ist das etwas schwieriger, als wenn man schon ein alter Fuchs ist.
Bereits letztes Jahr habe ich mir in den Kopf gesetzt, den Toce zu befahren. Die Vorzeichen waren nicht allzu gut. Die Idee stiess nicht sonderlich auf Begeisterung. Einige alte Koryphäen, welche schon sämtliche Flüsse der Welt befahren haben sollen, sagten: „geht nicht bzw. nur im Frühjahr, und überhaupt…“ Dann habe ich diesen Frühling die Reko-Tour mit der IGOC familiär bedingt, terminlich versiebt.

Als Führermaterial stand uns wie folgt zur Verfügung:

Allen schlechten Vorzeichen zum Trotz konnte ich Arturo und Prinz von der Idee begeistern und Paul wollte plötzlich doch auch noch mitkommen… Also habe ich mich Freitag, sofort nach der Arbeit, mit meinem Biber im Schlepptau auf den Zug in Richtung Domodossola gemacht. Es ist schon faszinierend, wie man heute in gut 3 Stunden von Uster nach Domodossola kommt. In Domodossola haben mich Arturo und Paul abgeholt. Die abgemachten Erkundigungen haben Sie nicht durchgeführt aber wenigstens haben sie einen Plan für die erste Übernachtung gehabt. Ziel: Flugfeld von Masera. Unterwegs sind wir dann im Agriturismo Moonlight (Azienda Agricola Fabbri, Via P. Ferraris (zona Snam), I-28855 Masera (VB), Telefon: +39 335 524 9015) gelandet, welches man durchaus empfehlen kann.

Am nächsten Morgen ging es dann endlich los. Als erstes mit Rekognoszieren der Einstiegsstelle und prüfen des Wasserstandes nach dem grossen Wehr bei Piedimulera.

Einstiegsstelle

Der Einstieg bei der Brücke über den Toce ist ideal. Kurz vor der Brücke rechts abbiegen. Man kann mit dem Auto bis 100 m zum Einstieg fahren. Der Rest lässt sich mit dem Bootswagen bewältigen. Das Auto kann nach der Brücke beim Restaurant/Tankstelle abgestellt werden. Ist alles Videoüberwacht. Die Einheimischen meinen, es sei dort sicher.

einstieg_toceWasserstand

Es gab vorgängig verschiedene Aussagen, welche von „geht nur im Frühling und sonst gar nicht“ bis zu „kein Problem“ reichten.

Wir haben es vom 6. bis 8. August probiert bei folgenden Ständen:

Domodossola: 0.68 m (0.68 max, 0.68 min)

pegelund Candoglia: 0.34 m (0.47 max, 0.25 min)

pegel2Ca. 5 mal mussten wir aussteigen und das Boot über seichte Stellen schleppen. Sonst konnten wir alles fahren. Der Pegelverlauf bei Candoglia 2016 sah wie folgt aus:

candoglia_8mSomit konnte man April bis August fahren.

Erster Tag

Zuerst mal unser Expeditionsteam: Paul

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und Arturo mit Prinz:

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Schon kurz nach dem einstieg geht es lustig schaukelnd mit immer mal wieder einer kleinen Stromschnelle Fluss abwärts. Allgemeine Schwierigkeit nie mehr als WW 2.

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Ich liebe das Glitzern des Wassers in der Sonne. Es ist wie im Märchen!

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Ab und zu muss der Leader schauen, wo es lang geht. Bzw. wie man die Stromschnelle am besten fährt um noch genügend Wasser unter dem Kiel zu haben.

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Und huiii… Schon geht es wieder ein Stück weiter…

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Ihn kann nichts erschüttern. Man sieht die Routine.

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Ein kleiner Schwall bring Abkühlung.

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Zwischendurch wird es auch gemütlich.

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Die grösste Herausforderung am ersten Tag war das Wehr von Piedimulera. Dieses kann NICHT gefahren werden und muss umtragen werden. Ausbooten auf der linken Seite ca. 30 m vor dem Wehr beim Wärterhäuschen. Entweder Boote direkt beim Wehr über den Zaun schmeissen, oder links von der Villa auf die Strasse bugsieren. Anschliessend gleich beim Wehr wieder einbooten (ein Robinienurwald gilt es hier zu meistern) oder aber einen knappen Kilometer mit Bootswagen zur Brücke und rechts gut wieder einbootbar.

umtragung

Dieses Stück hat uns zweieinhalb Stunden Zeit gekostet!

Die erste Tagesetappe ist geschafft. Wir haben ca. 14 km hinter uns gebracht und schlagen unser Lager auf und essen zu Abend auf einer Sandbank mit wunderschön feinem Sand bei Vogogna.

P1030251_800x600Alle packen ihre mitgebrachten Esswaren aus.

P1030256_800x600Lecker, lecker, lecker…

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Zweiter Tag

Am nächsten Tag haben wir schon eine halbe Stunde nach dem Start eine Möglichkeit zum Campieren gefunden: Der Fischer-See (Facebook) Lago di Megolo. Campieren darf man dort nur als Fischer. Wenn Ihr also dort übernachten wollt, gebt Euch als Fischer aus!

Weiter geht es einer wunderschönen Gebirgslandschaft entgegen. Die Anza hat sich inzwischen mit dem Toce vereinigt. Ab hier hat es das ganze Jahr über genügend Wasser.

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Was sich am ersten Tag bereits angekündigt hat, trifft uns jetzt voll: Der recht starke Bergwind. Wenn man nicht paddelt, treibt es einen den Fluss wieder hoch. Jetzt hilft uns aber die Strömung nur noch wenig.

Die Herausforderung des zweiten Tages lag in diesem Blockwehr. Wie waren uns alle einig, dass wir dieses nicht fahren wollten. Berichten zu folge, soll es fahrbar sein. Wir legten am zweiten Pfeiler von rechts an und trugen unsere Boote nach unten und wasserten dort wieder ein.

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Unterwegs hat mich immer wieder diese wunderschöne Wasserpflanze fasziniert mit Ihren Blüten welche manchmal über, manchmal unter Wasser waren. Irgend ein Insekt hat hier wohl eine Aufgabe zu erledigen.

P1030280_800x600Nach weiteren 17 km haben wir unser zweites Nachtlager erreicht. Wir mussten uns entscheiden, ob wir es bis zum Zeltplatz am See durchziehen oder vorher noch was suchen. Da Sommerferien sind und der Zeltplatz voll zu sein scheint halten wir ausschau nach einer Möglichkeit. Und siehe da, welche schöne Stelle.

P1030290_800x600Bevor es dunkel wird, kommt noch der Besitzer dieses hübschen Fleckchens vorbei: Eine Biberratte. Sie verschwindet aber zielstrebig in ihren Bau, welcher sich praktisch unter unserem Lager befindet.

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Dritter Tag

Am nächsten Morgen bereiten sich die ersten von uns bereits wieder für die Zivilisation vor.

P1030306_800x600Heute haben wir Glück. Der Wind hat plötzlich aufgehört. Er scheint rechts vom Montorfano durchzubrechen.

Nach weiteren 4 km sehen wir unser Ziel vor uns: Den Lago Maggiore.

P1030310_800x600Aus diesem Tal kommen wir her.

P1030318_800x600 Die 3. Etappe endete nach ca. 8 km in Baveno, wo wir am öffentlichen Strand anlanden. Hier kann man auch gut parkieren und die Boote wieder verladen.

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Alpen-Rhein-Expedition

Heute haben wir uns auf die Erkundung des Alpenrheins von Chur bis Bad Ragaz (optional bis Trübbach (SG)) gemacht. Meine erste Tour als Leiter auf WW II. Wenn man die Führer konsultiert, kriegt man nur den Bammel. Also lassen wir das sein.

Los geht’s auf Gleis 9 um 08:07 ab Zürich HB in Richtung Chur:

P1030138_600x800Abgesehen von Diskussionen, wo vorne und hinten ist beim Zug, ging alles reibungslos.

In Chur ging dann ein Wolkenbruch nieder, worauf wir uns vorerst in ein Café verzogen haben. Nachdem es aufgehört hat zu regnen sind wir eine Station weiter zum „alten Gaswerk“ mit Bus Nummer 3 (4 würde auch gehen, aber nicht am Sonntag). Dann noch mal 10 Minuten zu Fuss bis zum Campingplatz wo es ans Einbooten geht.

Ein letzter prüfender Blick:

P1030144_600x800und los geht’s. Schon bald treffen wir auf die erste Stromschnelle. Wurfsack bereit warte ich darauf, was den da kommen mag…

P1030145_800x600Als alle da waren, ging’s weiter. Später eine erste Stromschnelle, die wir zwar als fahrbar erachteten. In Anbetracht des Wetters waren aber nicht alle Teilnehmer für ein kühles Bad zu motivieren. Also war Boot umtragen angesagt:

P1030146_800x600Weiter unten dann: Diskussionen, ob man dies Stelle nicht doch hätte fahren können… Nächstes Jahr ist auch noch eine Gelegenheit!

Die zweite heikle Stelle wollte dann niemand mehr fahren. Wenn Danny, Christoph oder Paul mit dabei gewesen wären, hätte wir uns wohl schon getraut, aber nicht alleine. Also nochmal umtragen.

P1030160_800x600Das Verkehrschaos am San Bernardino war NICHT unsere Schuld! Gemütlich ging’s weiter bis nach Bad Ragaz.

P1030174_800x600Aus Zeitgründen haben wir die Tour hier, wie geplant, abgebrochen. Dauer: 4 Stunden inklusive Mittagessen und 2 Umtragungen. Der Fluss hatte Zug! Nächstes mal fangen wir früher an und fahren bis Trübbach.

Meine beiden G’schpänli Silvia und Stefan von der IGOC.

P1030177_800x600Wir hatten heute eine sehr moderate Wasserführung von 93 m3 erwischt. Es hat auch so genug gezogen… Wegen der Kraftwerke kann die Wasserführung in sehr kurzer Zeit um Faktor 3 anwachsen! Insbesondere unter der Woche, wenn gearbeitet wird.

pegel_domat_emsDie Beschreibung der einzelnen Schwierigkeiten ist den einschlägigen Kanu-Führern zu entnehmen (Paddelland Schweiz und DKV Führer). Die Felswand bei Trimmis kommt nicht überraschend. Die Schwelle bei der KVA Trimmis lässt sich, bei genug Nerven und unserem Wasserstand fahren, die Schwellen bei Landquart lassen sich bei genügend Können und Selbstvertrauen m.E. auch fahren. Auf weitere Schwierigkeiten sind wir nicht gestossen. Aber es ist halt anhaltend WW II.

karte_600xDistanz ist ca. 19.5 km.